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Montag, 05 Februar 2018 20:43

Helfen Malaria-Medikamente gegen Alzheimer?

Düsseldorf, 05.02.2018 – Die Alzheimer-Krankheit ist bislang unheilbar und neue Wirkstoffe werden frühestens in einigen Jahren verfügbar sein. Forscher wie Prof. Dr. Jochen Kuhse von der Universität Heidelberg testen daher bereits vorhandene Medikamente gegen andere Krankheiten um herauszufinden, ob diese auch bei der Alzheimer-Krankheit einen positiven Effekt haben könnten. Gefördert wird das zweijährige Forschungsprojekt von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) mit 85.000 Euro.

Im Zentrum des Forschungsprojekts steht das Protein Gephyrin, das von Alzheimer-Patienten möglicherweise nicht mehr in ausreichender Menge gebildet werden kann. Gephyrin könnte in einer Wechselwirkung mit dem Amyloid-Vorläufer-Protein (APP) stehen, das bei der Alzheimer-Krankheit eine zentrale Rolle spielt. Es ist bekannt, dass bereits zugelassene Medikamente – zum Beispiel gegen Malaria – die Gephyrin-Bildung erhöhen.

„Wir werden die positive Wirkung dieser Malaria-Medikamente auf die Gephyrin-Bildung bei der Alzheimer-Krankheit genauer untersuchen. Unser Ziel ist es, mithilfe eines Mausmodells die molekulare Wirkung von APP auf die Gephyrin-Bildung zu entschlüsseln“, sagt Prof. Jochen Kuhse. Sollte die Erhöhung der Gephyrin-Produktion bei den Alzheimer-Mäusen eine positive Wirkung haben, könnte dies den Weg für eine spätere therapeutische Anwendung beim Menschen ebnen.

Die AFI ist der größte private Förderer der Alzheimer-Forschung an deutschen Universitäten und öffentlichen Einrichtungen. Aktuell kann die AFI zehn neue Forschungsprojekte mit insgesamt 798.357 Euro unterstützen. Insgesamt konnten bislang 230 Forschungsaktivitäten von engagierten Wissenschaftlern mit über 9,2 Millionen Euro finanziert werden.

Die förderungswürdigen Projekte wurden vom Wissenschaftlichen Beirat der AFI unter dem Vorsitz von Prof. Thomas Arendt (Universität Leipzig) zusammen mit den Beiräten der internationalen Kooperationspartner Alzheimer Nederland in den Niederlanden und Fondation Vaincre Alzheimer in Frankreich sowie externen Fachleuten im peer-review ausgewählt. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Grundlagen-, Ursachen-, Diagnose-, Präventions- und Wirkstoffforschung an den Hochschulstandorten Bonn, Coburg, Düsseldorf, Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Saarbrücken und Ulm.

Beschreibungen zu allen Projekten finden Sie auf unserer Webseite
www.alzheimer-forschung.de/forschung/forschungsprojekte/projektdatenbank/

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 230 Forschungsaktivitäten mit über 9,2 Millionen Euro unterstützen und rund 800.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

 

Pressekontakt
Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Dr. Christian Leibinnes
Kreuzstr. 34
40210 Düsseldorf
0211 -86206627
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www.alzheimer-forschung.de/presse

 

Quelle: https://www.alzheimer-forschung.de/presse/einzelansicht/news/News/detail/helfen-malaria-medikamente-gegen-alzheimer/

 

Düsseldorf, 30.01.2018 – Eine frühe Diagnose der Alzheimer-Krankheit bringt viele Vorteile: Die Behandlung kann frühzeitig beginnen und damit Lebensqualität erhalten. Außerdem können Menschen, die in einem frühen Stadium diagnostiziert wurden, wichtige Dinge noch alleine regeln und für die Zukunft vorsorgen. Bislang ist eine Frühdiagnose mit den derzeit verfügbaren diagnostischen Verfahren aufwändig und führt nicht immer zu einem eindeutigen Ergebnis. Dr. Maria Cramm von der Universitätsmedizin Göttingen möchte dies ändern.

 

Dazu versucht sie die „Real-Time Quaking induced Conversion” (RT-QuIC), die zur Diagnose von Prionkrankheiten wie der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit genutzt wird, auch für die Diagnose der Alzheimer-Krankheit anwendbar zu machen. Sowohl bei Prionkrankheiten als auch bei der Alzheimer-Krankheit spielen fehlgefaltete Proteine eine zentrale Rolle. Gefördert wird das zweijährige Forschungsprojekt von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) mit 40.000 Euro.

„Mit der RT-QuIC-Methode lassen sich fehlgefaltete Proteine vervielfältigen, so dass auch geringste Proteinmengen messbar werden. Bei Prionkrankheiten liefert die Methode sehr exakte Ergebnisse. Sollte sich die RT-QuIC-Methode auch bei der Alzheimer-Diagnose als zuverlässig erweisen, könnte die Erkrankung früher sicher erkannt werden“, sagt Dr. Maria Cramm.

Dr. Cramm und ihr Team werden die RT-QuIC-Methode zunächst für die Anwendung in der Alzheimer-Diagnostik modifizieren. Dabei wird das Aggregationsverhalten der für die Alzheimer-Krankheit typischen Proteine Beta-Amyloid und Tau dargestellt. Danach folgt der Vergleich mit bereits bekannten Biomarkern, die im Zentrum der aktuellen Alzheimer-Diagnostik stehen.

Die AFI ist der größte private Förderer der Alzheimer-Forschung an deutschen Universitäten und öffentlichen Einrichtungen. Aktuell kann die AFI zehn neue Forschungsprojekte mit insgesamt 798.357 Euro unterstützen. Insgesamt konnten bislang 230 Forschungsaktivitäten von engagierten Wissenschaftlern mit über 9,2 Millionen Euro finanziert werden.

Die förderungswürdigen Projekte wurden vom Wissenschaftlichen Beirat der AFI unter dem Vorsitz von Prof. Thomas Arendt (Universität Leipzig) zusammen mit den Beiräten der internationalen Kooperationspartner Alzheimer Nederland in den Niederlanden und Fondation Vaincre Alzheimer in Frankreich sowie externen Fachleuten im peer-review ausgewählt. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Grundlagen-, Ursachen-, Diagnose-, Präventions- und Wirkstoffforschung an den Hochschulstandorten Bonn, Coburg, Düsseldorf, Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Saarbrücken und Ulm.

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Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 230 Forschungsaktivitäten mit über 9,2 Millionen Euro unterstützen und rund 800.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

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Donnerstag, 15 September 2016 21:16

Wie entsteht Massenpanik in einer Notsituation?

Wie entsteht Massenpanik in einer Notsituation?

Studie untersucht virtuell menschliches Verhalten unter Stress

Berlin/Zürich/New Jersey,15. September 201615.09.2016 |

In Extremsituationen, wie bei Terroranschlägen, Naturkatastrophen oder Bränden, kommt es bei der Evakuierung immer wieder zu tragischen Unfällen, die durch Massenpaniken verursacht werden. Doch wie entstehen diese Paniken und wo sind die Gefahrenzonen? Dies untersucht eine Studie in einer virtuellen Umgebung, an der Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, des Disney Research Zürich, der ETH Zürich und der Rutgers University beteiligt sind. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Journal of the Royal Society Interface“ veröffentlicht.

Woran liegt es, dass es in Notsituationen, wie bei der Evakuierung eines Gebäudes, zu Unfällen durch Herdenverhalten und Gedränge kommt? Und welche Bereiche eines Gebäudes sind im Falle einer Evakuierung besonders gefährlich? Solche Fragen sind im realen Leben nur schwer zu untersuchen, weshalb das internationale Forscherteam 36 Probanden in einer dreidimensionalen, virtuellen Umgebung in eine Notfallsituation brachte. Alle Probanden saßen dabei gleichzeitig vor Computerbildschirmen und sollten einen Avatar steuern. In mehreren Experimenten untersuchten die Forscher die Verhaltensweisen der Probanden, in dem sie ihnen verschiedene Aufgaben stellten und sie beim Lösen unter Stress setzten.

Die Wissenschaftler konnten belegen, dass das Verhalten der Probanden im virtuellen Raum weitgehend übertragbar auf das Verhalten in der realen Welt ist. So sollten die Probanden zum Beispiel in einem schmalen Flur aneinander vorbei gehen, ohne sich zu berühren. Das Vermeidungsverhalten im virtuellen Raum war dabei das gleiche, wie es bereits Experimente in der realen Welt zeigten: 95 Prozent der Probanden wählten die rechte Seite, um aneinander vorbeizukommen. Frühere Studien belegen, dass Europäer in den meisten Fällen intuitiv auf der rechten Seite laufen. „Unsere Experimente haben gezeigt, dass virtuelle Umgebungen dabei helfen können, menschliches Verhalten in Notsituationen zu untersuchen, was aus ethischen und sicherheitstechnischen Gründen in der realen Welt gar nicht möglich wäre“, sagt Mehdi Moussaïd, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich „Adaptive Rationalität“ des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung.

Um zu sehen, wie die Probanden in einer Notsituation reagieren, simulierten die Forscher eine Evakuierungssituation in einem unübersichtlichen Gebäude mit vier Ausgängen, von denen jedoch nur einer passierbar war. Zwar wusste der Großteil der Gruppe nicht, welche Ausgangstür die richtige war, jedoch gab es Einzelne, die per Richtungspfeil auf ihrem Bildschirm zur richtigen Tür gelotst wurden. Dies wusste auch der Rest der Gruppe, jedoch nicht, wer in der Gruppe im Vorteil war. Zusätzlich erhöhten die Forscher den Stresspegel, indem sie die Probanden unter zeitlichen und finanziellen Druck setzten. So musste das Gebäude innerhalb von 50 Sekunden verlassen werden, schafften sie das nicht, wirkte sich dies negativ auf die Bonuszahlungen am Ende aus. Dazu kamen eine schlechte Beleuchtung, rotblinkende Lämpchen und Feuer an den verschlossenen Ausgangstüren.

Die Untersuchungen zeigten, dass die Zusammenstöße sowie das Gedränge untereinander unter Stress schnell zunahmen. Am gefährlichsten war es dabei an Stellen, wo Entscheidungen getroffen werden mussten, Engen auftraten und sich Rückstau bildete oder die in Sackgassen endeten und Menschen zwangen umzukehren und gegen den Strom zu laufen.

Die Forscher schauten sich zudem die Gruppendynamiken während der stressigen Evakuierungssituation an. Ihre Analysen offenbaren, dass Menschen unter hohem Stress und bei Enge den sozialen Signalen in einer Gruppe stärker ausgesetzt sind als in weniger stressigen Situationen. Das heißt, sie nehmen intensiver wahr, wohin sich eine Gruppe bewegt, was sie tut, wie sie fühlt und sind somit stärker von der Gruppe beeinflusst. Die vorliegenden Studienergebnisse legen nahe, dass der Einzelne unter Einfluß dieser starken sozialen Signale eher einer Gruppe folgt. Dadurch entsteht schnell gedrängtes Herdenverhalten, welches zu Unfällen führen kann.

„Wir konnten zeigen, dass das menschliche Verhalten im virtuellen Raum dem im realen Leben gleicht, was nicht nur der Verhaltensforschung neue Möglichkeiten bietet. So könnten in Zukunft auch Städteplaner oder Architekten solche virtuellen Umgebungen nutzen, um zum Beispiel Evakuierungspläne zu testen“, sagt Mehdi Moussaïd.

 

Originalstudie Moussaïd,  M.,Kapadia, M.,  Thrash, T., Sumner, R.W., Gross, M., Helbing, D., & Hölscher, C.
(2016). Crowd behaviour during high-stress evacuations in an immersive virtual environment.
Journal of the Royal Society Interface.
doi:10.1098/rsif.2016.0414


Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wurde 1963 in Berlin gegründet und ist als interdisziplinäre Forschungseinrichtung dem Studium der menschlichen Entwicklung und Bildung gewidmet. Das Institut gehört zur Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., einerder führenden Organisationen für Grundlagenforschung in Europa.

 


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Quelle: https://www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2016/09/wie-entsteht-massenpanik-in-einer-notsituation

Videomaterial zur Studie
Was die Probanden sahen als sie sich durch die virtuelle Umgebung navigierten, zeigen wir auf youtube

© Mehdi Moussaid / MPI for Human Development

Donnerstag, 11 August 2016 20:44

Wie Vorwissen dem Gehirn hilft, Neues zu lernen

Berling 11.08.2016

Wie Vorwissen dem Gehirn hilft, Neues zu lernen

Gedächtnisexperiment mit Examenskandidaten

Wir können uns Neues leichter einprägen und merken, wenn es auf Bekanntem aufbaut. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Stanford University haben nun herausgefunden, welche Regionen des Gehirns diese positive Wirkung des Vorwissens auf Lernen und Gedächtnis vermitteln. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „The Journal of Neuroscience“ veröffentlicht.

Was passiert im Gehirn, wenn wir uns Kenntnisse aneignen, die auf Vorwissen aufbauen? 100 Tage lang bereiteten sich Medizinstudenten mithilfe einer webbasierten Lernplattform auf ihr Staatsexamen vor. Um zu sehen, wie sich das „Pauken“ auf das Gehirn auswirkt, wurde die Gehirnaktivität der Probanden während dieser Zeit zweimal im Magnetresonanztomografen (MRT) gemessen – drei Monate vor dem Examen sowie kurz danach.

Im MRT sollten sich die Studenten Gesichter von Personen einprägen, und zwar zusammen mit medizinischen Diagnosen, die diese erhalten hatten. Zum Vergleich zu dieser Aufgabe sollten sie sich außerdem andere Gesichter zusammen mit deren Vornamen merken. Im Anschluss wurden ihnen die bekannten Gesichter erneut gezeigt und die zugehörige Diagnose oder Vorname abgefragt. Die Ergebnisse belegen, dass sich die Medizinstudenten nach der intensiven Lernphase die zu den Gesichtern passenden Diagnosen besser merken konnten als die Vornamen. Sie konnten dies auch besser als eine Vergleichsgruppe von Medizinstudenten, die sich noch nicht auf das Examen vorbereitet hatten. Das durch intensives Lernen erworbene medizinische Wissen führte also zu einer verbesserten Gedächtnisleistung für medizinverwandte Information, nämlich für die Verknüpfung von Gesicht und Diagnose.

Die MRT-Bilder zeigten, dass die Gehirnaktivität des Hippocampus bei der Abfrage der Gesichts-Diagnose-Paare stärker mit der Gehirnaktivität semantischer Areale der Großhirnrinde, insbesondere des linken Gyrus temporalis medius, zusammenhing als bei der Abfrage der Gesichts-Vornamens-Paare. Während der Hippocampus für das Einprägen von Informationen zuständig ist, sind die semantischen Prozessareale für deren Verständnis maßgeblich. Bei den Studenten, die besonders viel dazugelernt hatten, nahm die für das erfolgreiche Einprägen erforderliche Hippocampusaktivierung sogar ab; auf Probanden, die weniger gelernt hatten, traf dies weniger zu.

„Die Ergebnisse legen nahe, dass die Zunahme von aufgabenrelevantem Wissen die Bildung neuer Assoziationen im Hippocampus erleichtert und dass dies mit einer verstärkten Kommunikation zwischen dem Hippocampus und semantischen Prozessarealen einhergeht," sagt Garvin Brod, Erstautor der Studie und Postdoc am Forschungsbereich Entwicklungspsychologie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Die Studienergebnisse erweiterten die Kenntnisse über die neuronalen Grundlagen der Wirkung des Vorwissens auf Lernen und Gedächtnis.

Die von den 31 Examenskandidaten genutzte webbasierte Lernplattform stellte Examensfragen aus den vergangenen Jahren. Für deren korrekte Beantwortung mussten sich die Studenten medizinische Informationen einprägen, so zum Beispiel Krankheitssymptome und -ursachen. Am Ende der 100 Tage verzeichneten die Wissenschaftler einen klaren Wissenszuwachs bei den Medizinstudenten: Beantworteten diese am Anfang des Messzeitraums 69 Prozent der Fragen richtig, so waren es in der letzten Woche der Examensvorbereitung 83 Prozent der Fragen. Außerdem konnte der Erfolg der Studenten beim Beantworten der Fragen auf der Lernplattform das tatsächliche Examensergebnis sehr gut voraussagen.

„Unsere Studie konnte Wissensveränderungen durch den Einsatz moderner Lernsoftware erfassen und diese auf Veränderungen der Hirnfunktion beziehen“, so die Projektleiterin Yee Lee Shing, die mittlerweile an der University of Stirling arbeitet und assoziierte Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung ist. Die zukünftige Lern- und Gedächtnisforschung sollte verstärkt die Eigenschaften von Wissensbeständen in den Blick nehmen, die in Schule, Ausbildung und am Arbeitsplatz erworben werden, und untersuchen, wie sie mit individuellen Unterschieden im Lebensverlauf zusammenhängen.

Hintergrundinformationen
Originalstudie Brod,  G.,  Lindenberger,  U.,  Wagner,  A.  D.,  &  Shing,  Y.  L.  (2016).  Knowledge  acquisition  during  
exam   preparation   improves   memory   and   modulates   memory   formation.   
The   Journal   of Neuroscience, 36, 8103–8111.
doi:10.1523/jneurosci.0045-16.2016
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Das Max-Planck-Institut  für  Bildungsforschung  wurde  1963  in  Berlin  gegründet  und  ist  als  
interdisziplinäre   Forschungseinrichtung   dem   Studium   der   menschlichen   Entwicklung   und   
Bildung   gewidmet.   Das   Institut   gehört   zur   Max-Planck-Gesellschaft   zur   Förderung der   
Wissenschaften e.V., einer der führenden Organisationen für Grundlagenforschung in Europa.

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Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
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Quelle: https://www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2016/08/wie-vorwissen-dem-gehirn-hilft-neues-zu-lernen

Berlin, 19.07.2016

Diagnosen: Wann sind mehrere Ärzte besser als einer?

Studie untersucht Voraussetzungen für das Entstehen kollektiver Intelligenz

Methoden der kollektiven Intelligenz können zu erheblich genaueren medizinischen Diagnosen führen, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Eine Studie unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung untersucht den Einfluss der Gruppenzusammensetzung auf das Ergebnis kollektiver Entscheidungen. Die Ergebnisse sind in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht.

Ärztliche Entscheidungen lassen sich verbessern, wenn mehrere unabhängige Meinungen zusammengeführt werden. Das konnten Studien des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei anhand von Haut- und Brustkrebsdiagnosen bereits zeigen. In einer Folgestudie untersuchten die Wissenschaftler nun, wie die Diagnosegenauigkeit der einzelnen Ärztinnen und Ärzte das kollektive Ergebnis beeinflusst. „Kollektive Intelligenz ist ein vielversprechender Ansatz, um bessere Entscheidungen zu treffen. Wir haben untersucht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die Gruppe erfolgreicher ist als der beste Einzelne in der Gruppe“, sagt Ralf Kurvers, Erstautor der Studie und Wissenschaftler am Forschungsbereich „Adaptive Rationalität“ des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung.

Die Studie zeigt, dass sich die Ärzte hinsichtlich ihrer Diagnosegenauigkeit ähneln müssen. Nur so können die kombinierten Entscheidungen mehrerer Ärzte die Entscheidung des besten Arztes der Gruppe überflügeln. Das funktioniert nicht, wenn die Diagnosegenauigkeit der Ärzte zu unterschiedlich ist. Dieser Effekt zeigt sich auch bei verschiedenen Gruppengrößen oder unterschiedlichen Leistungsniveaus des besten Arztes innerhalb der Gruppe. „Es ist nicht so, dass Gruppen immer zu besseren Entscheidungen gelangen. Sind die individuellen Fähigkeiten innerhalb der Gruppe zu unterschiedlich, sollte man der Diagnose des besten Arztes innerhalb der Gruppe vertrauen“, so Ralf Kurvers.

Für ihre Studie nutzten die Wissenschaftler zwei bereits vorhandene, große Datensätze aus zwei früheren Studien zur Brust- und Hautkrebsdiagnose. So konnten sie auf über 20.000 Bewertungen von mehr als 140 Ärzten zurückgreifen und die Diagnosegenauigkeit der einzelnen Ärzte berechnen. Mit diesen Informationen simulierten sie, unter welchen Bedingungen die mittels Regeln der kollektiven Intelligenz kombinierten Diagnosen treffsicherer sind als Einzeldiagnosen. Angewendet wurden dabei die Konfidenz- und die Mehrheitsregel. Während bei der Konfidenzregel pro Fall die Diagnose desjenigen Arztes gilt, der sich seiner Einschätzung am sichersten ist, gilt bei der Mehrheitsregel pro Fall diejenige Diagnose, welche am häufigsten von den Ärzten genannt wurde.

„Das Studienergebnis ist ein weiterer wichtiger Baustein zum Verständnis, wie kollektive Intelligenz entstehen kann“, sagt Mitautor der Studie Max Wolf, der am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei über das Auftreten von kollektiver Intelligenz in der Natur forscht. Das Ergebnis unterstreiche die Bedeutung der Diagnosegenauigkeit der einzelnen Entscheider für das Gesamtergebnis. Dies sollte auch in der Praxis berücksichtigt werden – beispielsweise bei der unabhängigen Doppelbefundung einer Mammografie-Aufnahme durch zwei Ärzte. Zukünftig möchten die Wissenschaftler herausfinden, welche Informationen in der Praxis notwendig sind, um möglichst schnell etwas über die Diagnosegenauigkeit eines Arztes herauszufinden.

 

Hintergrundinformationen


Originalstudie Kurvers, R. H. J. M., Herzog, S. M., Hertwig, R., Krause, J., Carney, P. A., Bogart, A., Argenziano, G.,
Zalaudek, I., & Wolf, M. (2016).
Boosting medical diagnostics by pooling independent judgments.
Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America.
 Advance online publication.
doi:10.1073/pnas.1601827113
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung


Das  Max-Planck-Institut  für  Bildungsforschung  wurde  1963  in  Berlin  gegründet  und  ist  als  
interdisziplinäre   Forschungseinrichtung   dem   Studium   der   menschlichen   Entwicklung   und   
Bildung   gewidmet.   Das   Institut   gehört   zur   Max-Planck-Gesellschaft   zur   Förderung der   
Wissenschaften e.V., einer der führenden Organisationen für Grundlagenforschung in Europa.

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) Die Arbeiten des IGB verbinden Grundlagen
- mit Vorsorgeforschung als Basis für die nachhaltige Bewirtschaftung der Gewässer. Eine Arbeitsgruppe hat
sich zum Ziel gesetzt, Erkenntnisse der Grundlagenforschung auf gesellschaftliche Fragestellungen anzuwenden.
Sie erforschen einen Bereich der Bionik, bei dem bekannte Formen der Informationsverarbeitung in sozialen Systemen
(z.B. in Fischschwärmen) in der Natur genutzt werden, um Entscheidungsprozesse in der menschlichen Gesellschaft zu verbessern.

 

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Quelle: https://www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2016/07/diagnosen-wann-sind-mehrere-aerzte-besser-als-einer

Dienstag, 19 April 2016 21:01

Die Phänomene des Alterns

19.04.2016 | Die Phänomene des Alterns

 

Kernergebnisse der Berliner Altersstudie II veröffentlicht

Wie altern wir heute und wie gelingt es vielen Menschen, auch im Alter fit und gesund zu bleiben? Diese Fragen erforscht seit 2009 die Berliner Altersstudie II (BASE-II). Bis heute wurden mehr als 1.600 ältere und 600 jüngere Menschen von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen untersucht, darunter Psychologen, Mediziner, Ernährungs- und Sozialwissenschaftler sowie Genetiker. Wesentliche Ergebnisse liegen nun gesammelt in einem Sonderheft der Fachzeitschrift „Gerontology“ vor.

Heutige 75-Jährige fühlen sich im Durchschnitt weniger einsam und schätzen ihr Leben weniger fremdbestimmt ein als 75-Jährige vor 20 Jahren. Wer sozial aktiv ist, ist zufriedener mit seinem Leben und geistig leistungsfähiger. Dabei spielt auch die Wohnsituation eine Rolle: Analysen zeigen, dass die soziale Unterstützung in der Nachbarschaft, aber auch der Zugang zu Bussen und Bahnen für das Wohlbefinden und die Gesundheit wichtig sind. „Ein Grund dafür könnte sein, dass ältere Menschen hierdurch noch lange Zeit eigenständig etwas unternehmen, Bekannte besuchen oder auch selbst zum Arzt gehen können“, sagt Gert G. Wagner, Ko-Autor und Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Von Bedeutung ist zudem, wie man seine eigene Zukunft sieht. So können sich Menschen, die erwarten, dass sie noch viele Jahre offen für Neues sein werden, neue Informationen besser einprägen als Menschen ohne diese Erwartung. „Den positiven Zusammenhang zwischen den Erwartungen an seine eigene Zukunft und der Merkfähigkeit finden wir sehr spannend“, sagt Ulman Lindenberger, Direktor des Forschungsbereichs „Entwicklungspsychologie“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) und Leiter des psychologischen Teils von BASE-II. Es seien verschiedene Ursachen für diesen Zusammenhang denkbar, denen man in Folgeuntersuchungen nachgehen werde.

Individuelle Unterschiede in der Alterung sind nicht auf Funktionen des Gehirns, wie Kognition und Selbstbild, beschränkt, sondern betreffen auch andere Systeme. So altert das System der Blutbildung, was sich am Anteil von Personen mit verringertem Blutfarbstoff Hämoglobin zeigt – etwa sechs Prozent der untersuchten älteren Männer und Frauen hatten eine solche Anämie. Daneben gibt auch die Länge der Chromosomenenden, der Telomere, einen Hinweis auf das biologische Alter. Diese verkürzen sich mit jeder Zellteilung. Ein Zusammenhang zwischen Anämie und Telomerlänge konnte bislang allerdings nicht nachgewiesen werden. „Es wird interessant sein, diesen Zusammenhang in einigen Jahren an derselben Studiengruppe erneut zu untersuchen, denn sowohl der Anteil der Personen mit Anämie als auch die Verkürzung der Telomere nimmt mit dem Alter zu“, sagt Ilja Demuth von der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Ko-Leiter des medizinischen Teilprojekts von BASE-II. Zusätzlich sind viele Menschen mit dem Cytomegalie-Virus (CMV) infiziert, ohne dass sie es merken. Dieser gehört zur Gruppe der Herpesviren und steht, so konnten die Analysen zeigen, mit einem schwächeren Gesamtzustand des Immunsystems in Zusammenhang.

Darüber hinaus bestätigen Genomdaten, dass Gesundheitsrisiken und Erkrankungen mit genetischen Unterschieden zusammenhängen. Beispiele sind eine verringerte Knochendichte sowie das mit dem Body-Mass-Index (BMI) erfasste Übergewicht. Beide Merkmale gefährden die Gesundheit im Alter; die geringe Knochendichte erhöht zum Beispiel das Risiko für Knochenbrüche. „Für Menschen mit entsprechender Veranlagung könnte dies bedeuten, noch frühzeitiger aktiv zu werden. Allerdings stehen unsere Erkenntnisse bei der Interpretation derartiger Genombefunde im Hinblick auf die Anwendung in der Krankheitsvorbeugung noch ganz am Anfang“, sagt Lars Bertram, Professor für Genomanalytik an der Universität zu Lübeck, der das molekulargenetische Teilprojekt von BASE-II leitet.

Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse der Studie, dass der Anstieg der Lebenserwartung mit einem Zugewinn an gesunden Jahren einhergeht. Ein Datenvergleich von BASE-II und der Vorgängerstudie BASE belegt: Die geistige Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden im Alter bleiben länger erhalten. Heutige 75-Jährige sind geistig fitter und glücklicher als 75-Jährige vor 20 Jahren. „Wir gehen davon aus, dass sich die Zeit, in der ältere Menschen von gesundheitlichen Einschränkungen oder geistigen Einbußen betroffen sind, durch die verlängerte Lebenserwartung nicht einfach in die Länge zieht, sondern sich zum Ende des Lebens hin verdichtet“, sagt Denis Gerstorf, Professor für Entwicklungspsychologie am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin und Sprecher der BASE-II-Studie. „Unsere bisherigen Ergebnisse ermöglichen es uns, Phänomene des Alterns besser zu verstehen. Um jedoch die dahinterliegenden Ursachen und Wirkungen zu begreifen, müssen wir die Menschen länger begleiten und uns intensiver mit ihrem Lebensalltag beschäftigen. Darin sehen wir unsere Folgeaufgabe“, sagt Denis Gerstorf.

Hintergrundinformationen zu denBerliner Altersstudien

Die Berliner Altersstudie II (BASE-II) führt die Berliner Altersstudie (BASE) aus den 1990er-Jahren fort. An der Studie sind Psychologen, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler sowie Mediziner und Genetiker beteiligt. Gemeinsam wollen sie herausfinden, welche Faktoren dazu beitragen, dass Menschen möglichst gesund älter werden. Zu den beteiligten Forschungseinrichtungen zählen die Charité Universitätsmedizin Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) im DIW Berlin, die Universität zu Lübeck sowie das Zentrum für Medizinische Forschung der Universität Tübingen. Die ersten Erhebungswellen der „Berliner Altersstudie II“ wurden von 2008 bis 2015 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert (Förderkennzeichen 16SV5537/16SV5837/16SV5538/16SV5536K/01UW0808/01UW0706).

Weitere Informationen unter: www.base2.mpg.de

 

Zu den Originalbeiträgen

Düzel, S., Voelkle, M. C., Düzel, E., Gerstorf, D., Drewelies, J., Steinhagen-Thiessen, E., Demuth, I., & Lindenberger, U. (2016). The subjective health horizon questionnaire (SHH-Q): Assessing future time perspectives for facets of an active lifestyle. Gerontology62, 345–353. doi:10.1159/000441493, Link: http://www.karger.com/Article/FullText/441493   

Eckstein, N., Buchmann, N., Demuth, I., Steinhagen-Thiessen, E., Nikolov, J., Spira, D., Eckardt, R., & Norman, K. (2016). Association between metabolic syndrome and bone mineral density – Data from the Berlin Aging Study II (BASE-II). Gerontology62, 337–344. doi:10.1159/000434678, Link: http://www.karger.com/Article/FullText/434678   

Eibich, P., Krekel, C., Demuth, I., & Wagner, G. G. (2016). Associations between neighborhood characteristics, well-being and health vary over the life course. Gerontology62, 362–370. doi:10.1159/000438700, Link: http://www.karger.com/Article/FullText/438700

Gerstorf, D., Bertram, L., Lindenberger, U., Pawelec, G., Demuth, I., Steinhagen-Thiessen, E., & Wagner, G. G. (2016). Editorial. Gerontology62, 311–315. doi:10.1159/000441495. Link: http://www.karger.com/Article/Abstract/441495

Goldeck, D., Oettinger, L., Janssen, N., Demuth, I., Steinhagen-Thiessen, E., & Pawelec, G. (2016). Cytomegalovirus infection minimally affects the frequencies of B-cell phenotypes in peripheral blood of younger and older adults. Gerontology62, 323–329. doi:10.1159/000382076, Link: http://www.karger.com/Article/Abstract/382076   

Hülür, G., Drewelies, J., Eibich, P., Düzel, S., Demuth, I., Ghisletta, P., Steinhagen-Thiessen, E., Wagner, G. G., Lindenberger, U., & Gerstorf, D. (2016). Cohort differences in psychosocial function over 20 years: Current older adults feel less lonely and less dependent on external circumstances. Gerontology62, 354–361. doi:10.1159/000438991, Link: http://www.karger.com/Article/Abstract/438991   

Lill, C. M., Liu, T., Norman, K., Meyer, A., Steinhagen-Thiessen, E., Demuth, I., & Bertram, L. (2016). Genetic burden analyses of phenotypes relevant to aging in the Berlin Aging Study II (BASE-II). Gerontology62, 316–322. doi:10.1159/000438900, Link: http://www.karger.com/Article/Abstract/438900   

Meyer, A., Salewsky, B., Buchmann, N., Steinhagen-Thiessen, E., & Demuth, I. (2016). Relative leukocyte telomere length, hematological parameters and anemia: Data from the Berlin Aging Study II (BASE-II). Gerontology62, 330–336. doi:10.1159/000430950, Link: http://www.karger.com/Article/Abstract/430950  

 

Quelle: https://www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2016/04/die-phaenomene-des-alterns

 

Berlin/Basel/New  Haven,  29. Januar  2016 | Risikobereitschaft verändert sich in jungen Jahren und im höheren Alter am stärksten

 

Langzeitstudie untersucht individuelle und altersbedingte Veränderungen in unterschiedlichen Lebensbereichen

Erstmals gibt eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Basel, der Yale University und der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin Auskunft darüber, wie und in welchen Bereichen sich unsere Risikobereitschaft mit dem Alter verändert. Die individuelle Risikobereitschaft kann demnach als Teil der Persönlichkeit gesehen werden, der veränderbar ist. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift „Journal of Personality and Social Psychology“ veröffentlicht und sind als SOEPpaper Nr. 816 online verfügbar.

Auch wenn unser Hang zum Risiko im Laufe des Lebens im Durchschnitt abnimmt, so ist dieser besonders im jungen Erwachsenenalter bis etwa 30 Jahre sowie im höheren Alter ab etwa 65 Jahre veränderbar, lautet eines der Ergebnisse einer Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Basel, der Yale University und der Langzeitstudie SOEP, auf deren Daten die Untersuchung beruht. Die Studie zeigt Veränderungen in der individuellen Risikobereitschaft über die Zeitspanne von bis zu zehn Jahren in verschiedenen Lebensbereichen auf. Die beteiligten Wissenschaftler vermuten, dass insbesondere diese frühen und späten Lebensphasen von individuellen kognitiven und biologischen Veränderungen sowie einflussreichen Lebensereignissen – wie beispielsweise Heirat oder Renteneintritt – geprägt sind. Das könnte Einfluss auf die individuelle Stabilität der Risikoneigung haben.

Vor allem in den Lebensbereichen Arbeit und Freizeit sind die Veränderungen im Durchschnitt am deutlichsten. Dort sinkt die Bereitschaft, Risiken einzugehen, im Laufe des Lebens am stärksten. Auffällig ist, dass sich die Risikopräferenzen im sozialen Bereich mit dem Alter kaum verändern. Dies bestätigt auch ein studienbegleitendes Verhaltensexperiment. Es zeigt, dass sich die Bereitschaft, fremden Menschen zu vertrauen, mit dem Alter kaum verändert. „Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass im Vergleich zu den Bereichen Arbeit und Freizeit die Wichtigkeit des sozialen Lebensbereiches über die gesamte Lebensspanne gleich bleibt oder sogar mit dem Alter durch das Ausdünnen sozialer Netzwerke zunimmt“, sagt Erstautorin der Studie Anika Josef vom Forschungsbereich „Adaptive Rationalität“ des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Insgesamt betrachtet, sind Frauen in allen Bereichen und über die Lebensspanne hinweg weniger risikofreudig als Männer.

Auf individueller Ebene analysierten die Wissenschaftler außerdem den Zusammenhang der Risikoneigung mit Persönlichkeitsmerkmalen wie Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit,  Gewissenhaftigkeit, Neurotizismus und Extraversion. Dabei zeigt sich, dass die individuelle Risikoneigung in Zusammenhang mit den Persönlichkeitsmerkmalen Extraversion und Offenheit für Erfahrungen steht. „Das heißt, wird eine Person im Laufe ihres Lebens offener beziehungsweise extravertierter, so nimmt auch deren Bereitschaft, Risiken einzugehen, zu – und umgekehrt“, erklärt Co-Autor David Richter (SOEP).

„Die Risikobereitschaft kann als Persönlichkeitsmerkmal gesehen werden, das im Laufe unseres Lebens Veränderungen unterliegt. Diese Veränderungen können von Lebensbereich zu Lebensbereich aber ganz unterschiedlich verlaufen“, ergänzt Co-Autor Rui Mata, Assistenzprofessor und Leiter des Zentrums für „Cognitive and Decision Sciences“ an der Universität Basel. „Interessant ist zudem, dass individuelle Veränderungen über die Zeit mit Veränderungen bekannter Persönlichkeitsmerkmale zusammenhängen“, sagt Rui Mata.

In die Studie gingen Längsschnittsdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ein. Für den Zeitraum von 2004 bis 2014 wurden die Angaben von 44.076 Personen zwischen 18 und 85 Jahren, davon 52 Prozent Frauen, analysiert. Die Befragten beantworteten bis zu neunmal Fragen zu ihrer generellen Risikobereitschaft. Zusätzlich gaben 11.903 Personen bis zu dreimal Auskunft bezüglich ihrer Einstellung zu Risiken in Bezug auf verschiedene Lebensbereiche wie Finanzen, Freizeit, Arbeit, Gesundheit, Soziales und Autofahren. Neben den Selbsteinschätzungen der Risikobereitschaft wurden mit Probanden einer weiteren SOEP-Teilstichprobe Verhaltensexperimente durchgeführt, um Risikoverhalten und Vertrauen zu erfassen.

 

Sozio-oekonomisches Panel
Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine repräsentative Multi-Kohortenbefragung, die seit 1984 durchgeführt wird. Für die unter dem Dach der Leibniz-Gemeinschaft am DIW Berlin geleiteten Studie werden zur Zeit jedes Jahr in Deutschland etwa 30.000 Personen in fast 15.000 Haushalten von TNS Infratest Sozialforschung (München) in persönlichen Interviews befragt. Beispielsweise geben diese Auskunft zu persönlichen Einstellungen und politischen Ansichten, Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung oder Gesundheit. Da jedes Jahr dieselben Personen befragt werden, können langfristige psychologische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Entwicklungen aufgezeigt werden.

Originalstudie
Josef, A. K., Richter, D., Samanez-Larkin, G. R., Wagner, G. G., Hertwig, R., & Mata, R. (2016).
Stability and change in risk-taking propensity across the adult life
 span. Journal of Personality and Social Psychology.  Advance online publication.
doi:10.1037/pspp0000090
SOEP paper Nr. 816:
 http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.525809.de/diw_sp0816.pdf
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wurde 1963 in Berlin gegründet und ist als interdisziplinäre
Forschungseinrichtung dem Studium der menschlichen Entwicklung und Bildung gewidmet. Das Institut gehört zur
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.
 V., einer der führenden Organisationen für Grundlagenforschung in Europa.

Kontakt:
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kerstin Skork
Telefon: 030-82406-211
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Nicole Siller
Telefon: 030-82406-284
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen:
www.mpib
-berlin.mpg.de
www.mpg.de

 

 

 

Düsseldorf, 8. Januar 2014  – Der Alzheimer-Forscher Prof. Dr. Clemens Steegborn von der Universität Bayreuth wird bis 2016 mit 77.800 Euro von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) gefördert. Damit stockt die AFI ihren Forschungsetat für Projekte der aktuellen Förderungsrunde auf insgesamt 542.020 Euro auf. Bereits im Dezember 2014 hatte die AFI die Finanzierung von sieben Alzheimer-Forschungsprojekten an den Universitätsstandorten Bonn, Frankfurt, Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Münster und Tübingen  bekannt gegeben.

Clemens Steegborn untersucht in diesem Grundlagenforschungsprojekt die Rolle des Enzyms Sirtuin 2 bei der Alzheimer-Krankheit. Das Enzym steuert Nervenzellfunktionen und ist daher ein aussichtsreiches Zielmolekül für die Alzheimer-Therapie. Wird Sirtuin 2 durch einen Wirkstoff in seiner Funktion gehemmt, zeigen sich nervenzellschützende Effekte. Zudem können mit Alzheimer in Verbindung stehende Wahrnehmungsstörungen abgeschwächt werden.

Im Rahmen seiner Forschung will Clemens Steegborn jetzt verbesserte Sirtuin 2-Hemmstoffe entwickeln. „Diese Sirtuin 2-Hemmstoffe werden zu den Untersuchungen zu molekularen Grundlagen der Alzheimer-Krankheit beitragen und Leitstrukturen für die Entwicklung Sirtuin 2-gerichteter Therapien darstellen“, sagt Clemens Steegborn.

Die AFI ist der größte private Förderer öffentlicher Alzheimer-Forschung in Deutschland. Seit ihrer Gründung 1995 hat die AFI insgesamt 156 Wissenschaftler mit über 7 Millionen Euro unterstützt. Die förderungswürdigen Projekte wurden vom Wissenschaftlichen Beirat der AFI unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Walter E. Müller, Goethe-Universität Frankfurt, zusammen mit den Beiräten der Schwesterorganisationen in den Niederlanden und Frankreich ausgewählt.

Alle Forschungsprojekte im Überblick

Detaillierter Überblick über das Projekt von Prof. Dr. Clemens Steegborn

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 156 Wissenschaftler mit über 7 Millionen Euro unterstützen und 700.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Pressekontakt

Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Dr. Christian Leibinnes
Kreuzstr. 34
40210 Düsseldorf
0211-86 20 66-27
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.alzheimer-forschung.de/presse

(Quelle: http://www.alzheimer-forschung.de/presse/pressemitteilungen.htm?showid=4570)

 

Hamburg, 6 Januar 2015 - Das Handelsblatt-Ranking ist das am stärksten beachtete Forschungs-Ranking für die Betriebswirtschaft im deutschsprachigen Raum. Im aktuellen Ranking vom Dezember 2014 belegen die Betriebswirte der Universität Hamburg in Deutschland Platz 2 hinter der TU München. Werden die Fakultäten in der Schweiz und Österreich mit einbezogen, erreichen die Hamburger Forscher Platz 6. Damit verbessern sie sich im Vergleich zu 2012 sowohl deutschlandweit als auch im Gesamt-Ranking um jeweils drei Positionen und setzen den Aufwärtstrend der letzten 10 Jahre eindrucksvoll fort.

Die Universität Hamburg gehört in der Betriebswirtschaft zu den ersten Adressen in Deutschland. Ermöglicht wurde dieser Erfolg nicht zuletzt durch eine klare strategische Forschungsorientierung mit der Einrichtung von drei Forschungsclustern: Gesundheitsökonomie, Logistik & digitale Dienste sowie Marketing & Kommunikation (www.bwl.uni-hamburg.de/forschung.html). Das hervorragende Ergebnis unterstreicht die zentrale Bedeutung der betriebswirtschaftlichen Forschung sowohl für die Universität als auch für die Wirtschaft der Hansestadt Hamburg.

An der Fakultät für Betriebswirtschaft studieren ca. 2.600 Studierende. Jährlich bewerben sich mehr als 5.000 Personen auf 330 Studienplätze im Bachelorstudiengang und mehr als 1.750 auf 185 Studienplätze im Masterstudiengang Betriebswirtschaft.

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Karen Gedenk
Universität Hamburg
Fakultät für Betriebswirtschaftslehre (HBS Hamburg Business School)
Tel.: 040 42838-3748
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Webseite: www.bwl.uni-hamburg.de/mp

(Quelle: http://www.uni-hamburg.de/presse/pressemitteilungen/2015/pm1.html)

Montag, 15 Dezember 2014 22:55

Neues Gesicht der Erde

geschrieben von

Rüdiger Glaser ergründet, wie der globale Wandel Kultur und Natur verändert und präsentiert mögliche Zukunftsszenarien

Freiburg, 15.12.2014 -Rasante Bevölkerungsentwicklung, Industrialisierung, Klimawandel, Konsumzwang, Veränderung der Stoffkreisläufe: In seinem neuen Buch zeigt der Freiburger Geographieprofessor Rüdiger Glaser die unterschiedlichen Aspekte des globalen Wandels auf, den er als den bis dato tiefgreifendsten Transformationsprozess bezeichnet: „Der globale Wandel wurde vom Menschen ausgelöst und koppelt in einem noch nicht abschätzbaren Maße auf ihn und das Erdsystem rück.“ Für den Forscher lautet die zentrale Frage, inwieweit der Mensch das System Erde derart überstrapaziert, dass er die eigene Existenzgrundlage gefährdet, die auf sauberer Luft und Trinkwasser, fruchtbarem Boden, einer vielfaltigen Pflanzen- und Tierwelt, gesunder und ausreichender Nahrung, nachhaltiger Energieversorgung und Rohstoffsicherung basiert.

Anhand von vielen Karten und Bildern illustriert der Geograph die räumlichen Muster des globalen Wandels und verdeutlicht die drastischen Gegensätze zwischen Verursachern und Betroffenen, den Gewinnern und Verlierern des Prozesses. Obwohl der Mensch mittlerweile für sich selbst das größte Daseinsrisiko darstellt, will Glaser die apokalyptischen Pferde nicht neu satteln. Stattdessen bietet er einige Denkansätze und Lösungen – im Mittelpunkt stehen für ihn eine neue Wahrnehmung und Verantwortung im Denken und Handeln. „Es ist wichtig zu verstehen, dass Veränderung, Wandel und Dynamik schon immer ein elementarer Bestandteil des evolutionären Prozesses im Erdsystem waren – auch ohne den Menschen.“
Glaser zeigt auf, wo die zukünftigen Problemregionen liegen werden und präsentiert mögliche Zukunftsszenarien, etwa ein „Europa der Cluster“, bei dem die Bedürfnisse einer überalternden Gesellschaft in einer vernetzten Landnutzung zusammengeführt werden, oder ein „Europa der Kohäsion“, bei dem Umweltkatastrophen zu starken, zentralisierten Reaktionen seitens der Politik führen. Diese Szenarien basieren auf umfassenden Indikatoren wie der Bevölkerungsentwicklung, dem Klimawandel und dem Wasserverbrauch. „Als Lösung kann nur ein globales Ausgleichssystem geschaffen werden, in dem die Gemeinschaftsgüter oder Ökosystemleistungen unserer Erde, die uns allen zur Verfügung stehen, nachhaltig geregelt werden“, folgert der Forscher. Dies könne beispielsweise über ein Abgabesystem oder Nutzungsentgelte für diese Allmende erfolgen. „Die eigenommenen Mittel müssen eingesetzt werden, um einen Ausgleich zwischen Verursachern und Betroffenen sowie den Begünstigten und den Benachteiligten zu schaffen.“

Glaser, Rüdiger: Global Change. Das neue Gesicht der Erde. Darmstadt 2014. ISBN 978-3-86312-360-4

 

Kontakt:
Prof. Dr. Rüdiger Glaser
Geographie
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-3527
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

(Quelle: https://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2014/pm.2014-12-15.138)

Start: 29.12.2012

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